Zaerin

Schreibblockaden im Sonntagsjournal lösen mit Impulsen aus dem Zahlen-Code Buch

Schreibblockaden im Sonntagsjournal lösen mit Impulsen aus dem Zahlen-Code Buch

Der Blick aus meinem Küchenfenster in der Ostengasse fällt heute auf den kleinen Steinbrunnen im Hinterhof, dessen Plätschern fast so gleichmäßig ist wie mein Atem. Auf dem Tisch steht eine Tasse Fencheltee, der eigentlich noch viel zu heiß ist, und daneben liegt mein weißes Leinen-Heft, unberührt und still. Es ist Sonntag, kurz nach drei, und obwohl ich die Zeit nun endlich habe, wollen die Worte einfach nicht fließen.

Seit ich im Januar 2024 meine Altersteilzeit angetreten habe und nur noch 12 Wochenstunden unterrichte, dachte ich, das Schreiben würde von ganz alleine kommen. Doch nach 23 Jahren an der Clermont-Ferrand-Schule, in denen ich meinen Tag im Takt der Pausenglocke und der Bedürfnisse der Klasse 3b verbracht habe, fühlt sich die plötzliche Stille manchmal wie eine Wand an. Früher raste mein Herz morgens vor sechs, heute sitzt da oft nur diese Leere auf dem Papier, eine Blockade, die sich anfühlt wie ein Klassenzimmer, in dem alle Kinder gleichzeitig schweigen, weil sie die Aufgabe nicht verstehen.

Wenn das weiße Blatt zum Spiegel der Erschöpfung wird

Anfang Juni saß ich hier und starrte auf die Maserung des Holztisches. Ich hatte mir vorgenommen, meine Gedanken zur Woche zu ordnen, aber mein Kopf war wie ein leergefegter Pausenhof nach der vierten Stunde. Ich bin keine Numerologin und auch keine Heilpraktikerin – ich bin einfach eine Lehrerin, die versucht, nach einem langsamen Burnout wieder zu sich selbst zu finden. In solchen Momenten der Blockade hilft kein Zwang. Ich habe gelernt, dass diese Leere kein Versagen ist, sondern eine notwendige Ruhephase für die geistige Neuorientierung.

Nahaufnahme eines handgeschriebenen Journals neben dem Buch Zahlen-Code auf einem Holztisch.

Statt mich zu ärgern, dass mir nichts einfällt, akzeptiere ich die Stille mittlerweile als Teil des Prozesses. Früher hätte ich versucht, den Schreibfluss zu erzwingen, so wie man ein Kind drängt, endlich den Aufsatz fertigzuschreiben. Heute weiß ich: Wenn das Journal leer bleibt, braucht die Seele vielleicht gerade diese Pause. Ich blättere dann oft in meinem alten Ringbuch mit den Kinderzeichnungen von 2019, das im Regal steht, und atme tief durch. Der Geruch von Fencheltee mischt sich mit dem Staub alter Ringbücher und dem fernen Läuten der Domglocken am Neupfarrplatz, und ich merke, wie der Druck langsam nachlässt.

Der Zahlen-Code als leises Geländer

Als mir meine Studienfreundin aus Augsburg im Juni das Buch von Rosina Kaiser schenkte, sagte sie: "Irgendwas Kleines für den Sonntag, nichts Großspuriges." Genau das wurde es für mich. Wenn ich vor meinem leeren Heft sitze und die Worte fehlen, greife ich zur Tageszahl oder meiner persönlichen Lebenszahl. Es geht dabei nicht um Wahrsagerei, sondern um einen Impuls, der das Karussell im Kopf anhält. Wenn du dich für das Thema interessierst, kann es hilfreich sein, erst einmal die eigene Lebenszahl verstehen zu lernen für einen sanften Übergang in die Altersteilzeit.

Ich nehme dann den Zahlen-Code für den jeweiligen Tag und schreibe ihn ganz oben auf die Seite. Die Zahlen wirken wie ein Geländer an der Steinernen Brücke – sie geben Halt, ohne den Weg vorzugeben. Ich zeichne die Ziffern langsam nach, fast so vorsichtig, wie ich es meinen Erstklässlern früher beigebracht habe. Dabei weicht das Herzrasen, das mich früher oft bis in den Sonntagabend verfolgte, einer ruhigen Schwere in den Händen. Es ist ein körperliches Signal: Ich muss hier nichts leisten. Ich darf einfach nur sein.

Lavendel in einer Vase auf einem Fenstersims mit Blick auf den Regensburger Dom im Hintergrund.

Ein Wendepunkt Mitte Juli: Frieden finden in den Zahlen

Ich erinnere mich gut an einen Sonntagnachmittag Mitte Juli. Die Hitze stand in der Ostengasse, und ich fühlte mich innerlich unruhig, fast so, als stünde am nächsten Tag ein schwieriger Elternabend an. Der Kloß im Hals war wieder da. Ich schlug das Buch auf und suchte nach einer Zahlenreihe, die Rosina Kaiser für den inneren Frieden beschreibt. Ich schrieb die Zahlenfolge nicht nur einmal, sondern füllte eine halbe Seite damit, ganz meditativ.

Plötzlich löste sich etwas. Ich fing an zu schreiben – nicht über meine Ängste, sondern über die schiefe Lavendelvase, die ich am Vormittag auf dem Bauernmarkt am Neupfarrplatz gekauft hatte, und über den Geschmack der ersten Marillen vom Bäcker Prantl. Die Zahlen hatten die Blockade nicht "weggezaubert", aber sie hatten den Raum geöffnet, in dem Worte wieder Platz fanden. Es war eine emotionale Entlastung durch das Sonntagsjournal, die ich so vorher nicht kannte. Wichtig ist dabei immer: Dies ersetzt keine medizinische Hilfe. Wenn die Erschöpfung zu tief sitzt, ist der Weg zum Hausarzt oder zur Beratungsstelle der Gewerkschaft unumgänglich.

Die Blockade als Teil der Heilung annehmen

Manchmal zeigt eine Tageszahl auch gar nichts. Letzten Sonntagnachmittag zum Beispiel blieb das Leinen-Heft trotz aller Impulse fast leer. Ich habe nur das Datum und die Tageszahl notiert und bin dann lieber an die Donau spaziert, um den Schatten des Doms zu genießen. Früher hätte ich das als Scheitern verbucht. Heute sehe ich es so: Die Schreibblockade ist ein Signal meines Körpers, dass ich genug analysiert habe. In der Altersteilzeit lernen wir nicht nur, weniger zu arbeiten, sondern auch, weniger von uns selbst zu verlangen.

Eine Hand schreibt sorgfältig Zahlenreihen in ein Notizbuch auf einem Holztisch.

Wenn du also vor deinem Journal sitzt und dich die Leere anstarrt, dann probiere es mit einem einfachen Code aus dem Buch. Nutze die Zahlen als Anker, um im Hier und Jetzt in Regensburg oder wo auch immer du bist, anzukommen. Schreib die Zahlenreihe für Gelassenheit oder Klarheit auf und schau, was passiert. Und wenn nichts passiert? Dann ist das auch eine Antwort. Dann ist heute eben ein Tag für die Stille und nicht für die Worte. Das ist die Freiheit, die wir uns nach all den Jahren im Klassenzimmer verdient haben.

Wichtig: Hier auf der Seite teile ich, was ich selbst durchgemacht habe -- kein medizinischer, finanzieller oder rechtlicher Ratschlag. Was bei mir funktioniert hat, muss bei dir nicht funktionieren. Sprich mit deinem Arzt, Steuerberater oder Anwalt, bevor du Entscheidungen triffst, die wirklich zählen.

Verwandte Artikel