
Draußen am Steinbrunnen im Hinterhof tropft der Februarregen leise vor sich hin, während ich hier an meinem Küchentisch in der Ostengasse sitze und den Fencheltee beobachte, der eigentlich noch viel zu heiß zum Trinken ist. Vor mir liegt mein offenes Leinen-Heft, daneben die Ausgabe der Süddeutschen von gestern, und heute fühlt es sich zum ersten Mal seit Wochen wieder so an, als bräuchte mein Sonntagsritual einen frischen Windstoß, etwas, das über das gewohnte Blättern in Rosina Kaisers Buch hinausgeht.
Ein kleiner Hinweis aus Respekt vor den Worten: In diesen Notizen verwende ich manchmal Affiliate-Links (Werbung). Wenn du über einen dieser Links etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision – für dich bleibt der Preis natürlich genau derselbe. Ich schreibe hier nur über Dinge, die ich an meinem Küchentisch wirklich ausprobiert habe. Ich bin keine Ärztin oder Numerologin, sondern eine Lehrerin in Altersteilzeit, und diese Zeilen ersetzen keinen medizinischen Rat. Bei echten gesundheitlichen Krisen ist der Weg zum Hausarzt oder Therapeuten immer der richtige.
Vom grünen Tafellappen zum digitalen Impuls
Dreiundzwanzig Jahre lang war mein Leben getaktet durch das Quietschen der Kreide und den Geruch des nassen, abgegriffenen Lappens an der grünen Wandtafel der Clermont-Ferrand-Schule. Dreiundzwanzig Jahre, in denen ich hauptsächlich dritte und vierte Klassen durch das Schuljahr begleitete. Seit Januar 2024 ist das anders. Mit meinen zwölf Wochenstunden, die ich nur noch Dienstag- und Donnerstagvormittag unterrichte, habe ich den Raum gewonnen, den ich früher mit Herzrasen und Schlaflosigkeit gefüllt habe. Aber manchmal, an solchen grauen Sonntagen, fühlt sich die Stille in meiner Zweizimmerwohnung fast zu groß an.
Im Juni 2024 schenkte mir eine alte Studienfreundin das Buch zum Zahlen-Code, und seitdem ist der Sonntagnachmittag gegen drei meine feste Ankerzeit. Doch vor ein paar Wochen schrieb mir eine Leserin meines Journals und fragte, ob ich eigentlich auch digitale Werkzeuge nutze, um tiefere Zusammenhänge zu finden. Sie erwähnte die MeineRadionik Software. Zuerst zögerte ich – ich, die Frau, die immer noch ein altes Ringbuch mit Kinderzeichnungen der Klasse 3b von 2019 im Regal hütet. Ich fragte mich: Passt eine Software zu meinem Fencheltee und dem Leinen-Heft?

Die Suche nach dem Speichern-Knopf
Der Übergang von der Haptik eines Buches zum blauen Licht eines Bildschirms war für mich eine echte Schwelle. Ich saß hier, während das Echo des Lieferwagens vom Bäcker Prantl im Hinterhof widerhallte, und starrte auf die Benutzeroberfläche. Es war ein Moment ehrlicher Überforderung. Ich habe fast eine Stunde damit verbracht, den 'Speichern'-Knopf in der Software zu suchen, weil ich instinktiv nach diesem quadratischen Disketten-Symbol Ausschau hielt, das es dort einfach nicht gab. Mein Kopf war noch im Computerraum der Schule von 2005 gefangen.
Aber dann erinnerte ich mich an einen Satz, den ich meinen Schülern immer sagte, wenn sie mit dem Zirkel kämpften: 'Wir navigieren das jetzt gemeinsam, wir finden den Drehpunkt.' Ich dachte mir: 'Ich habe der 3b beigebracht, wie man einen Kompass benutzt, sicher werde ich eine Cluster-Analyse navigieren können, ohne gleich einen Techniker rufen zu müssen.' Diese kleine innere Ermutigung half mir, mich auf die Radionik-Logik einzulassen, die hinter dem Programm steckt. Es geht dabei weniger um Mathematik im strengen Sinne, sondern um das Finden von Mustern – fast wie beim Erstellen eines Jahresplans für den Heimat- und Sachunterricht.
Ein digitaler Resonanzboden für das Sonntagsjournal
Was ich suchte, war kein Ersatz für mein Journal, sondern eine Art digitale Stimmgabel. Die Software bietet die Möglichkeit, Zahlencluster zu erstellen, die weit über die einfache Tageszahl hinausgehen. In einer Woche im März, als ich mich besonders leer fühlte, gab ich meine aktuellen Themen ein. Die Software spuckte mir eine Zahlenkombination aus, die eine merkwürdige Wärme in meinen Fingern auslöste. Es war fast körperlich spürbar, wie sich der 'Kloß im Hals', der mich so lange vor Elternabenden gequält hatte, ein Stück weit löste.
Besonders berührt hat mich ein Moment, als ein bestimmtes Zahlencluster aus der Software fast exakt ein Muster widerspiegelte, das ein Kind namens Jonas 2019 in eine Zeichnung am Rand seines Matheheftes gekritzelt hatte. Diese Verbindung zwischen meiner Vergangenheit in der Schule und meiner neuen Freiheit in der Altersteilzeit war wie ein kreativer Funke. Für alle, die diesen Weg etwas strukturierter gehen wollen, gibt es übrigens auch den MeineRadionik Premium Videokurs, der seit 2022 existiert und genau diese Brücke zwischen Technik und Intuition schlägt. Ich habe dort Zahlen-Codes richtig lernen können, was mir half, die Software nicht nur als Programm, sondern als Werkzeug zu verstehen.

Wenn die Zahlen schweigen
Natürlich ist es nicht jeden Sonntag so. Letzte Woche, Mitte Juni, war es drückend schwül in der Ostengasse. Ich saß am Tisch, die Software war offen, mein Fencheltee war längst kalt, aber die Zahlen sagten mir gar nichts. Kein Muster, kein Impuls, nur kalte Daten auf einem Bildschirm. An solchen Tagen klappe ich den Laptop einfach zu. Ich bin keine Heilpraktikerin, die eine Lösung erzwingen muss. Ich bin eine Frau, die lernt, dass Stille auch einfach nur Stille sein darf.
Ich ging stattdessen zum Neupfarrplatz, kaufte mir eine schiefe Lavendelvase am Bauernmarkt und beobachtete die Schlange vor der Würstlkuchl. Manchmal findet die Heilung nicht im Code statt, sondern im Schatten des Doms. Die Software ist für mich wie ein Resilienz stärken in der Altersteilzeit, aber sie ist kein Allheilmittel. Sie hilft mir, die kreative Blockade zu lösen, die oft entsteht, wenn man nach Jahrzehnten des 'Müssens' plötzlich 'Darf'.
Die Neugestaltung der Identität in der Altersteilzeit
Das ist vielleicht der wichtigste Punkt für alle, die wie ich in der aktiven Altersteilzeit sind. Wir brauchen keine Produktivitäts-Apps, die uns noch effizienter machen. Wir brauchen Werkzeuge, die uns helfen, unsere Identität neu zu würfeln, wenn der Lehrerinnentisch wegfällt. Die MeineRadionik Software ist für mich so ein Werkzeug geworden, weil sie mich zwingt, mich auf eine neue Art mit mir selbst zu beschäftigen. Es ist ein spielerischer, fast kindlicher Zugang zur eigenen Innenwelt, weit weg vom Leistungsdruck der Notenkonferenzen.
Wenn du dich auch nach einem sanfteren Übergang sehnst, hilft es oft, die Lebenszahl verstehen zu lernen. Es gibt dem Alltag eine Struktur, die nicht von außen auferlegt wird, sondern von innen wächst. Ich nutze dafür immer noch mein Zahlen-Code Buch von Rosina Kaiser als Basis, während die Software die feinen Untertöne liefert. Es ist wie beim Chorsingen in der Schule: Das Buch ist die Melodie, die Software der Bass, der alles trägt.
Heute Nachmittag werde ich mein Leinen-Heft wieder schließen und den Laptop wegstellen. Der Blick aus dem Fenster auf den kleinen Steinbrunnen beruhigt mich. Die Kreativität kommt nicht durch den Druck, etwas leisten zu müssen, sondern durch die Erlaubnis, neugierig zu bleiben – egal, ob mit einem alten Bleistift oder einer modernen Software. Ich wünsche dir einen ruhigen Restsonntag in deiner eigenen kleinen Welt, wo auch immer dein Küchentisch gerade steht.