
Es ist jetzt Mitte Nachmittag hier in der Ostengasse. Draußen im Hinterhof plätschert der kleine Steinbrunnen so gleichmäßig, dass man es fast überhört, wenn man nicht ganz genau hinhaut. Der Blick aus meinem Küchenfenster fällt auf die Rückseite vom Bäcker Prantl, wo es jetzt am Sonntagnachmittag still ist. Auf dem Tisch steht mein Fencheltee, der eigentlich noch viel zu heiß ist. Der Dampf steigt in dünnen Schlieren auf und beschlägt meine Lesebrille, während ich mit dem Zeigefinger fast andächtig die Zahlen in meinem Leinen-Heft nachfahre. Es ist eine Geste, die ich mir in den letzten zwei Jahren angewöhnt habe – eine Art Anker, bevor die neue Woche beginnt.
Hinweis: Einige Links in diesen Sonntagsnotizen sind Affiliate-Links. Wenn du über einen dieser Links ein Buch oder einen Kurs kaufst, bekomme ich eine Provision – dein Preis ändert sich dadurch natürlich nicht. Ich schreibe hier nur über Bücher und Kurse, die ich selbst an meinem Küchentisch in Regensburg durchgearbeitet habe und die mir in meiner Altersteilzeit helfen. Meine ausführliche Offenlegung findest du unten verlinkt.
Früher, als ich noch Frau Haselbeck war und jeden Morgen vor sechs Uhr dieses Herzrasen hatte, hätte ich mir diesen Moment nicht vorstellen können. Dreiundzwanzig Jahre lang war mein Leben getaktet von der Pausenglocke der Clermont-Ferrand-Schule. Die grüne Wandtafel, der abgegriffene Lappen, die Sorgen um Kinder wie Jonas aus der 3b im Jahr 2019 – all das hat sich tief in mein System eingeschrieben. Der Kloß im Hals vor jedem Elternabend war mein ständiger Begleiter. Seit Januar 2024 unterrichte ich nur noch zwölf Wochenstunden, immer Dienstag- und Donnerstagvormittag. Aber die Stille am Sonntag musste ich erst wieder lernen. Rosina Kaisers Buch war dabei wie eine leise Hand, die mir gereicht wurde.
Ein Buch statt einer Software – Warum die Haptik für mich zählt
Als mir meine Studienfreundin aus Augsburg im Juni 2024 das Buch Zahlen-Code in die Hand drückte, war ich erst skeptisch. Sie sagte: 'Nimm es mit, Kerstin. Es ist etwas Kleines für den Sonntag, nichts Großspuriges.' Damals wusste ich noch nicht, dass ich bis heute, Ende Mai 2026, so viele Stunden mit diesem Buch verbringen würde – jede Woche eine halbe Stunde, ganz konzentriert. Ich habe mir auch die technischen Alternativen angesehen, wie etwa MeineRadionik, aber mein innerer Monolog war ganz klar: Ich habe Jahrzehnte auf Schulsoftware und digitale Notenlisten gestarrt. Ich will jetzt einfach nur meinen Bleistift, dieses Papier und eine Stimme, die mich nicht überfordert.

Natürlich gibt es auch den MeineRadionik Premium Videokurs, der für viele sicher hilfreich ist, um tiefer in die Materie einzusteigen. Aber für mich ist der Reiz des Buches gerade diese Einfachheit. Es ist ein manueller Prozess. Ich rechne meine Tageszahl selbst aus. Das dauert länger als ein Klick in einer App, aber genau dieser zeitliche Aufwand ist es, der mir die Kontrolle über meinen Rhythmus zurückgibt. In der Numerologie, so wie Rosina Kaiser sie beschreibt, geht es nicht um Vorhersagen, sondern um Resonanz. Es ist ein wenig wie das Vorbereiten einer Bastelstunde mit Filz: Man legt sich die Materialien bereit und schaut, was daraus entstehen möchte.
In den vielen Wochen seit dem letzten Herbst habe ich kaum ein Sonntagsritual ausgelassen. Mein Ringbuch mit den Kinderzeichnungen der 3b steht daneben im Regal – als Mahnung, dass die Zeit des Raubbaus vorbei ist. In meinem Leinen-Heft notiere ich die Tageszahl und wie sie sich anfühlt. Ich nutze den Zahlen-Code oft, um Herzrasen und Stress zu lindern, die manchmal noch wie ein Echo aus der Vollzeit-Zeit auftauchen. Es gab diesen einen Mittwoch im März, da habe ich versucht, einen Heilungscode aus dem Buch zu erzwingen, um meine Kopfschmerzen loszuwerden. Ich saß eine gefühlte Ewigkeit da und starrte auf die Zahlen, fast so streng, wie ich früher ein Diktat korrigiert habe. Aber es funktionierte nicht. Ich musste erst begreifen, dass das Buch ein Begleiter ist, kein Rezeptblock.
Meine Erfahrungen im Vergleich: Was passt zu wem?
In meiner Zeit der Altersteilzeit habe ich gelernt, dass nicht jedes Werkzeug für jeden passt. Eine ehemalige Kollegin fragte mich neulich beim Bäcker Prantl nach dem Unterschied zwischen dem Buch und den Programmen, die sie im Internet gesehen hatte. Ich habe ihr erklärt, dass es darauf ankommt, wie viel Technik man in seinen Feierabend lassen möchte. Wer Zahlen-Code Anwendung im Alltag sucht, findet im Buch die meiste Ruhe.

Hier ist ein kurzer Überblick, wie ich die verschiedenen Ansätze empfinde, basierend auf dem, was ich bisher gesehen und ausprobiert habe:
- Zahlen-Code (Buch): Mein absoluter Favorit. Es kostet rund 140 Euro und bietet alles für die tägliche Praxis. Es ist ruhig, haptisch und ohne digitalen Schnickschnack.
- MeineRadionik Software: Sicher spannend für Technik-Begeisterte, aber für mich zu nah am alten Arbeitsalltag mit dem Computer. Es ist eher ein Werkzeug für Profis oder Menschen, die gerne mit Clustern arbeiten.
- EasyRadionik: Wer Software ausprobieren möchte, findet hier laut meiner Studienfreundin einen günstigeren Einstieg, aber für mich fehlt dort die Wärme von Rosina Kaisers Worten.
Ein besonders friedlicher Moment überkam mich im April, als ich die Jahreszahl für 2026 berechnete. Es war, als würde sich eine Wärme in meiner Brust ausbreiten, die genau zu meinem Gefühl passte, die Klasse 3b nun endgültig loszulassen. Es ist ein Gefühl, das ich früher oft am Donau-Ufer gesucht habe, aber jetzt finde ich es an meinem Tisch. Ich habe das Buch inzwischen mehrfach verschenkt, um Kolleginnen, die noch im Vollzeit-Hamsterrad stecken, ein Stückchen dieser Ruhe zu schicken. Wer es etwas technischer mag, für den ist vielleicht EasyRadionik ein Blick wert, aber mein Herz gehört dem Papier.
Der Alltag in Regensburg und die Kraft der Zahlen
Gestern war ich auf dem Bauernmarkt am Neupfarrplatz. Ich habe mir bei meiner Stammhändlerin eine neue, leicht schiefe Lavendelvase gekauft. Als ich sie zu Hause auf die Fensterbank stellte, neben das Buch, dachte ich an meine Zeit als junge Lehrerin zurück. Wir hatten damals in der Pausenküche einen Wasserkocher, der immer auf Sparstufe stand, um Strom zu sparen. Genauso habe ich mich jahrelang gefühlt: auf Sparstufe. Der Zahlen-Code hilft mir, die Regler wieder ein Stückchen hochzudrehen, aber ohne den Motor zu überhitzen. Es hilft mir dabei, Struktur in der Altersteilzeit zu finden.
Manchmal, wenn ich am Dienstagnachmittag nach meinen sechs Stunden Unterricht nach Hause komme und am Dom vorbeigehe, merke ich, wie der Schatten des Doms über den Platz wandert. Das ist eine Beständigkeit, die mir gut tut. Es gibt Wochen, in denen die Tageszahl mir gar nichts sagt. Letzte Woche zum Beispiel – da war die Zahl einfach nur eine Zahl, und der Sonntag verging ohne tiefere Erkenntnis. Das gehört dazu. Es ist wie im Unterricht: Nicht jede Stunde ist eine Sternstunde, manche sind einfach nur... da. Man kann Heilung und Erkenntnis nicht 'erledigen' wie eine Korrekturfahne.
Wichtig ist mir zu sagen: Ich bin keine Ärztin, keine Heilpraktikerin und keine Psychotherapeutin. Ich bin eine Lehrerin in Altersteilzeit, die ihren eigenen Weg aus der Erschöpfung sucht. Der Zahlen-Code ersetzt keine medizinische Behandlung oder Therapie. Wenn du merkst, dass das Herzrasen nicht aufhört oder der Kloß im Hals dich erstickt, sprich bitte mit deinem Hausarzt oder wende dich an die Beratungsstellen der Krankenkassen. Mir hat der Austausch mit Profis sehr geholfen, bevor ich die Kraft hatte, mich wieder an meinen Küchentisch zu setzen.
Ein Fazit für den Sonntagnachmittag
Wenn mich heute eine ehemalige Kollegin in der Würstlkuchl-Schlange trifft und fragt, wie es mir geht, dann antworte ich meistens: 'Ich lerne noch.' Ich lerne, dass meine Lebenszahl keine feste Vorbestimmung ist, sondern ein Angebot. Rosina Kaisers Buch ist perfekt für mich, weil es mir den Raum lässt, den ich nach dem Burnout so dringend gebraucht habe. Es ist kein Allheilmittel, aber es ist ein ehrliches Werkzeug für alle, die eine sanfte Methode suchen.
Der Tee ist jetzt trinkwarm. Ich werde jetzt noch eine kleine Runde zur Steinernen Brücke spazieren, bevor die Sonne tiefer sinkt. Vielleicht rechnest du dir ja auch einmal deine Tageszahl aus – es muss nicht gleich die große Lebensveränderung sein. Manchmal reicht es, wenn der Sonntag sich ein bisschen weniger schwer anfühlt. Für mich war der Zahlen-Code genau diese Erleichterung. Es ist ein Weg, der sich lohnt, Schritt für Schritt, Zahl für Zahl.