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Heilzahlen gegen Kloß im Hals bei Stress im Lehrerberuf sanft anwenden

Heilzahlen gegen Kloß im Hals bei Stress im Lehrerberuf sanft anwenden

Es ist ein sonniger Sonntag im Juni, und der kleine Steinbrunnen unten im Hinterhof plätschert so gleichmäßig, dass es fast wie ein Metronom für meine Gedanken wirkt. Ich sitze an meinem Küchentisch in der Ostengasse, der Dampf vom Fencheltee lässt meine Brille für einen Moment beschlagen, während ich durch das Fenster auf die Rückseite vom Bäcker Prantl schaue. Es ist diese ganz spezifische Ruhe, die man nur in der Regensburger Altstadt findet, wenn der Dom-Schatten langsam länger wird und die Touristenströme an der Steinernen Brücke für mich weit genug weg sind.

Trotz der Altersteilzeit und der Reduzierung auf zwölf Wochenstunden Unterricht, die ich seit Januar 2024 genieße, besucht mich manchmal ein alter Bekannter: der Kloß im Hals. Er ist ein Überbleibsel aus dreiundzwanzig Jahren Vollzeit an der Clermont-Ferrand-Schule. Früher war er jeden Sonntagabend da, pünktlich zum Tatort, begleitet von Herzrasen morgens vor sechs. Heute kommt er seltener, aber wenn er da ist, fühlt er sich an wie ein zu eng geknoteter Schal, den man nicht ablegen kann. In diesen Momenten hole ich mein Leinen-Heft und das Buch über den Zahlen-Code hervor, das mir meine Freundin aus Augsburg letzten Juni geschenkt hat.

Das Erbe der grünen Wandtafel

Wenn ich heute an die Zeit vor meinem Burnout Ende 2023 zurückdenke, sehe ich oft die grüne Wandtafel vor mir. Dreiundzwanzig Jahre lang habe ich dort Sätze angeschrieben, dreiundzwanzig Jahre lang denselben abgegriffenen Lappen benutzt. Manchmal, wenn ich heute zufällig einen grünen Tafelschwamm im Drogeriemarkt sehe, spüre ich dieses plötzliche, scharfe Schlucken – eine Phantomsensation, die noch aus den Jahren im vollen Schuldienst nachwirkt. Der Körper vergisst nicht so schnell wie der Stundenplan.

Der Kloß im Hals, medizinisch oft als Globusgefühl bezeichnet, war für mich immer das Zeichen, dass die Grenze erreicht war. Die Elternabende, vor denen mir graute, die Korrekturstapel, die wie kleine Gebirge auf dem Schreibtisch wuchsen. Auch wenn ich jetzt nur noch Dienstag und Donnerstag unterrichte, hat das System in meinem Inneren die alten Alarmglocken noch nicht ganz abgebaut. Ich habe gelernt, dass Heilzahlen eine wunderbare Brücke sein können, um dieses Engegefühl sanft zu lockern, aber ich musste auch lernen, sie nicht wie eine neue Unterrichtseinheit zu behandeln.

Nahaufnahme einer alten grünen Schultafel mit einem abgenutzten Schwamm.

Der Zahlen-Code als sanfter Rhythmus, nicht als Aufgabe

Als ich im Juni 2024 anfing, mich mit den Zahlenreihen zu beschäftigen, neigte ich anfangs dazu, sie wie Vokabeln zu lernen. Ich dachte, wenn ich die richtige Sequenz nur oft genug „pauke“, muss der Kloß verschwinden. Aber genau hier liegt die Falle, besonders für uns Lehrerinnen: Wir machen aus der Heilung oft das nächste Projekt. Eine einseitige Konzentration auf Heilzahlen bei Stress kann den Kloß im Hals durch psychologische Fixierung sogar unbewusst verstärken, statt ihn effektiv zu lösen. Wenn man mit zusammengekniffenen Augen auf eine Zahl starrt und innerlich brüllt „Wann gehst du endlich weg?“, dann füttert man die Anspannung nur mit neuer Aufmerksamkeit.

Ich erinnere mich an eine Woche im letzten November. Es war neblig in Regensburg, die Donau sah aus wie flüssiges Blei. Ich hatte mir eine Zahlenkombination für die Schilddrüse und den Kehlkopfbereich herausgesucht. Ich saß hier an diesem Tisch und war so verbissen darauf konzentriert, dass ich merkte, wie meine Kiefermuskeln schmerzten. Die Zahlen bewirkten gar nichts, weil ich sie als Leistungskennzahlen missbrauchte. Erst als ich das Heft weglegte und zum Neupfarrplatz auf den Bauernmarkt ging, um mir bei meiner Lieblings-Blumenfrau eine schiefe Lavendelvase zu kaufen, löste sich etwas.

Die Zahlen sind keine Medizin im klassischen Sinne. Ich bin keine Heilpraktikerin und keine Ärztin, und wenn ihr körperliche Beschwerden habt, ist der erste Weg immer der zum Hausarzt oder zu einer Beratungsstelle der Gewerkschaft. Das ist wichtig. Der Zahlen-Code ist für mich eher wie ein inneres Summen. Er hilft mir, den Fokus weg von der Angst („Ich kriege keine Luft“) hin zu einer neutralen Struktur zu lenken. Ich habe darüber auch schon in meinen Notizen gelesen, wie man die Lebenszahl verstehen lernen kann, um den Übergang in die Altersteilzeit psychologisch zu stützen. Es geht um das große Ganze, nicht um das schnelle Reparieren.

Die Praxis am Sonntagnachmittag

Meine Routine sieht mittlerweile so aus: Gegen drei Uhr nachmittags, wenn das Licht so weich in meine Zweizimmer-Altbauwohnung fällt, bereite ich meinen Fencheltee zu. Ich schlage mein Ringbuch auf – nicht das alte mit den Kinderzeichnungen der Klasse 3b von 2019, das steht zur Erinnerung im Regal, sondern mein aktuelles Journal. Ich schreibe die Tageszahl auf. Manchmal schaue ich mir eine spezifische Sequenz für „Gelassenheit“ an. Ich schreibe sie langsam, fast wie eine Schreibübung in der ersten Klasse. Buchstabe für Buchstabe, Zahl für Zahl.

Dabei achte ich darauf, dass mein Bauch weich bleibt. Als Lehrerin gewöhnt man sich an, den Bauch einzuziehen, Haltung zu bewahren, immer bereit für die nächste Frage eines Kindes oder die Kritik eines Vaters. In der Altersteilzeit darf der Bauch weich sein. Wenn ich die Zahlen lese, stelle ich mir vor, wie sie wie kleine Kieselsteine in einen tiefen See fallen. Platsch. Ruhe. Ich versuche nicht, den Kloß wegzudrücken. Ich lade die Zahlen ein, sich daneben zu setzen.

Eine Hand schreibt langsam Zahlenreihen in ein hochwertiges Leinen-Notizbuch.

Wenn die Zahlen schweigen

Es gab Wochen, in denen passierte gar nichts. Anfang März zum Beispiel, als der erste Vorfrühling die Regensburger in die Straßencafés trieb, hatte ich eine Phase, in der mir die Zahlen völlig abstrakt vorkamen. Ich saß hier, las die Ziffern und fühlte nur... Ziffern. Kein Aufatmen, keine Weite im Hals. Früher hätte ich das als Scheitern verbucht. Heute weiß ich: Das ist auch eine Antwort. Es bedeutet meistens, dass ich gerade keine spirituelle Krücke brauche oder dass mein Fokus woanders liegen muss – vielleicht einfach bei einem Stück Kuchen vom Bäcker Prantl und einem echten Gespräch statt einer stillen Meditation.

In solchen Momenten lasse ich das Heft einfach zu. Ich zwinge mich nicht. Das ist vielleicht die wichtigste Lektion aus der Burnout-Zeit: Nichts muss, alles darf. Die Zahlen sind ein Angebot, kein Lehrplan. Wenn ich merke, dass ich mich zu sehr kontrolliere, ob ich die Zahlen auch „richtig“ anwende, ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass mein innerer Kritiker wieder die Regie übernommen hat. Dann hilft es oft, sich an die Regensburger Altstadt Ruhe zu erinnern, die man auch ganz ohne Hilfsmittel finden kann, wenn man sich nur traut, loszulassen.

Ein Blick zurück auf die Klasse 3b

Gestern habe ich beim Aufräumen das alte Ringbuch von 2019 gefunden. Die Kinderzeichnungen sind voller bunter Farben, manche etwas krakelig, aber alle mit einer unglaublichen Direktheit. Ein Kind hatte mich damals gemalt, mit einer riesigen Sprechblase. Damals war meine Stimme mein wichtigstes Werkzeug, und ich habe sie oft überstrapaziert. Der Kloß im Hals war vielleicht auch ein Protestschrei meines Körpers gegen das ständige „Sprechen-Müssen“.

Heute unterrichte ich meine zwei ruhigeren Fächer am Dienstag und Donnerstag. Wenn ich jetzt eine Zahl in mein Heft eintrage, tue ich das für die Kerstin, die nicht mehr vor einer Klasse stehen muss, um ihren Wert zu beweisen. Ich nutze den Zahlen-Code als Anker, um im Hier und Jetzt meiner Ostengasse-Wohnung zu bleiben. Es ist eine Form der Selbstfürsorge, die nichts kostet und niemanden braucht außer mir selbst und meiner Bereitschaft, für eine halbe Stunde still zu sitzen.

Ein alter Ordner mit Kinderzeichnungen aus dem Jahr 2019 steht im Regal.

Tipps für den sanften Umgang mit Heilzahlen

Falls du selbst im Schuldienst bist oder merkst, wie der Stress dir die Kehle zuschnürt, möchte ich dir ein paar Gedanken mitgeben, die mir geholfen haben. Es sind keine Regeln, eher Beobachtungen aus meinem Küchen-Journal:

Die letzten Wochen waren friedlich. Der Kloß ist zwar nicht für immer verschwunden – ich glaube, das wird er nach über zwei Jahrzehnten Stress auch nie ganz –, aber er hat seinen Schrecken verloren. Er ist kein Warnsignal für einen drohenden Zusammenbruch mehr, sondern nur noch ein kleiner Hinweis meines Körpers: „Hey, atme mal wieder tief durch.“ Dann nehme ich einen Schluck Fencheltee, schaue auf den Brunnen im Hof und schreibe eine weitere Zahl in mein Leinen-Heft. Ganz langsam. Wort für Wort. Zahl für Zahl. Es ist genug Zeit da.

Wichtig: Hier auf der Seite teile ich, was ich selbst durchgemacht habe -- kein medizinischer, finanzieller oder rechtlicher Ratschlag. Was bei mir funktioniert hat, muss bei dir nicht funktionieren. Sprich mit deinem Arzt, Steuerberater oder Anwalt, bevor du Entscheidungen triffst, die wirklich zählen.

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