Zaerin

Innere Unruhe am Abend lindern durch gezielte Zahlen-Codes für den Wochenstart

Innere Unruhe am Abend lindern durch gezielte Zahlen-Codes für den Wochenstart
Anzeige -- ein paar Links unten sind Affiliate-Links. Kaufst du darüber, bekomme ich eine kleine Provision. Dein Preis bleibt gleich, die Provision zahlt der Händler aus seiner eigenen Marge.

Das leise, stetige Plätschern des Steinbrunnens unten im Hinterhof der Ostengasse ist an diesem späten Sonntagabend das einzige Geräusch, das durch das geöffnete Fenster dringt. Über den Dächern der Regensburger Altstadt hängen noch die letzten Reste der Augusthitze, und drüben beim Bäcker Prantl ist es längst dunkel geworden. Ich sitze an meinem Küchentisch, vor mir eine Tasse Fencheltee, die eigentlich noch viel zu heiß ist, und spüre dieses vertraute Klopfen in der Brust. Es ist nicht mehr das wilde Herzrasen, das mich früher, als ich noch in Vollzeit an der Clermont-Ferrand-Schule unterrichtet habe, schon am Samstagnachmittag heimsuchte. Aber es ist eine leise, mahnende Unruhe, die mich daran erinnert, dass morgen eine neue Woche beginnt.

Hinweis: In meinen Sonntagsnotizen finden sich einige Affiliate-Links. Wenn du über einen dieser Links ein Buch oder einen Kurs kaufst, erhalte ich eine Provision von etwa 33 % — dein Preis ändert sich dadurch natürlich nicht. Ich schreibe hier nur über Dinge, die ich selbst in meinem Leinen-Heft an meinem Küchentisch erprobt habe. Meine ausführliche Offenlegung findest du im Impressum. Bitte beachte: Ich bin keine Ärztin oder Therapeutin, sondern eine Lehrerin in Altersteilzeit. Wenn deine Unruhe dich erdrückt, sprich bitte mit deinem Hausarzt oder einer Beratungsstelle der Lehrergewerkschaft.

Das Erbe von dreiundzwanzig Dienstjahren

Dreiundzwanzig Jahre lang war ich Frau Haselbeck in der Clermont-Ferrand-Schule im Westen der Stadt. Dreiundzwanzig Jahre unter derselben Schulleiterin, mit demselben abgegriffenen Lappen an der grünen Tafel und dem Wasserkocher in der Pausenkantine, der aus Sparsamkeit immer nur auf der niedrigsten Stufe laufen durfte. Es war eine gute Zeit, meistens jedenfalls. Doch in den letzten zwei Schuljahren vor 2024 schlich sich etwas ein, das ich lange nicht benennen wollte. Ein langsames Ausbrennen, das sich wie ein dichter Nebel über die Korrekturen der dritten und vierten Klassen legte. Der Kloß im Hals vor jedem Elternabend wurde mein ständiger Begleiter, und das Aufwachen morgens vor sechs Uhr war oft von einer Angst geprägt, die ich mir selbst nicht erklären konnte.

Seit Januar 2024 ist vieles anders. Ich habe die Altersteilzeit beantragt, und die Schulleitung hat dem glücklicherweise zügig zugestimmt. Jetzt unterrichte ich nur noch zwölf Wochenstunden, meistens Dienstag- und Donnerstagvormittag, zwei ruhigere Fächer. Die Klasse 3b hat eine wunderbare Kollegin übernommen, und in meinem Regal steht nur noch ein altes Ringbuch mit Kinderzeichnungen von 2019 als Erinnerung an meine Zeit als Klassenlehrerin. Dennoch: Die Seele lernt langsamer als der Dienstplan. Die innere Unruhe am Sonntagabend ist wie ein altes Echo, das immer noch durch die hohen Räume meiner Zweizimmer-Altbauwohnung hallt.

Nahaufnahme eines Füllfederhalters auf einem Notizbuch mit handgeschriebenen Zahlenfolgen.

Ein weicher Bauch und ein blaues Leinen-Heft

Im Juni 2024 hat mir eine alte Studienfreundin aus Augsburg ein Buch in die Hand gedrückt: Zahlen-Code [Mein Sonntagsbegleiter] von Rosina Kaiser. „Irgendwas Kleines für den Sonntag, Kerstin“, sagte sie, „nichts Großspuriges.“ Ich war skeptisch. Als Grundschullehrerin habe ich einen tiefen Respekt vor Worten und eine gesunde Skepsis gegenüber allem, was nach schnellen Heilsversprechen klingt. Aber Rosina Kaisers Ansatz war anders. Er war leise. Es ging nicht darum, die Welt zu retten, sondern darum, der eigenen Konzentration einen Anker zu geben.

Seitdem sitze ich jeden Sonntagnachmittag gegen drei hier am Küchentisch. Ich nehme mir mein Leinen-Heft, zünde eine Kerze an und arbeite mit der Tageszahl oder meiner Lebenszahl. Es ist ein Ritual geworden, so fest wie früher der Gang zum Bauernmarkt am Neupfarrplatz, um die schiefe Lavendelvase wieder zu füllen. Das Kratzen der Füllerfeder auf dem festen Papier des Leinen-Hefts, während der Duft von heißem Fencheltee in der Küche hängt, beruhigt mich oft mehr als jede theoretische Abhandlung über Entspannung.

Dabei geht es mir nicht um Numerologie im klassischen Sinne. Ich bin weder Heilpraktikerin noch spirituelle Lehrerin. Ich bin eine Frau mit einem weichen Bauch, die lernt, wieder tief durchzuatmen. Ich nutze die Zahlen als Fokus. Wenn ich die Zahlenfolge für innere Ruhe aufschreibe, ist das wie das vorsichtige Formulieren eines Satzes an der Tafel. Man muss genau hinschauen, damit man sich nicht verschreibt.

Wenn die Technik den Stress zurückbringt

Einmal, es war in einer besonders unruhigen Woche im letzten Herbst, versuchte ich es auf Anraten einer Bekannten mit etwas Modernerem. Sie erzählte mir von Radionik-Software, die alles automatisch berechnen und harmonisieren sollte. Ich schaute mir Programme wie MeineRadionik oder die einfachere Version EasyRadionik an. Es gibt sogar einen MeineRadionik Premium Videokurs für diejenigen, die das technisch ganz genau wissen wollen.

Doch für mich war dieser Ausflug ein kurzes Scheitern. Der Versuch, eine Radionik-Software am Laptop zu bedienen, löste sofort das beklemmende Gefühl von Verwaltungsarbeit, Zeugniserstellung und digitalem Stress aus, den ich hinter mir lassen wollte. Mein Computer erinnert mich zu sehr an die Stunden, in denen ich Listen für die Schulbehörde ausfüllen musste. Ich brauche das Haptische. Ich brauche das Papier, den Stift und die Stille. Wer jedoch technikaffin ist und wem das Tippen leichter fällt als das Schreiben mit der Hand, für den mag so eine Software eine Hilfe sein. Für mein Sonntagsjournal in der Ostengasse bleibe ich beim Buch und meinem Stift.

Manchmal ist es auch wichtig zu erkennen, was nicht passt. In einem Artikel über die Unterschiede zwischen digitalem Tagebuch und Papier habe ich meine Gedanken dazu einmal genauer sortiert. Für mich bleibt die Heilzahl eine Angelegenheit der Handarbeit.

Blick aus einem Altbaufenster über die Dächer von Regensburg in der Abenddämmerung.

Der spezifische Sonntagabend in der Altersteilzeit

Was viele nicht verstehen: In der Altersteilzeit verschwindet der Stress nicht einfach, er verändert seine Form. Statt der Überlastung durch zu viele Korrekturen und Elterngespräche entsteht oft eine seltsame Leere. Die Tagesstruktur bricht weg. Wenn man dreiundzwanzig Jahre lang im Takt der Schulglocke gelebt hat, fühlt sich ein freier Montag plötzlich nicht nur wie Freiheit, sondern auch wie ein Verlust an Identität an. Das ist der Moment, in dem die innere Unruhe am Abend besonders tückisch wird. Man fragt sich: Wer bin ich eigentlich, wenn ich nicht mehr die Klassenlehrerin der 3b bin?

In diesen Momenten greife ich gezielt zu Zahlen-Codes, die den Übergang sanfter gestalten. Ich suche mir im Buch von Rosina Kaiser — das übrigens von vielen Lesern mit 4.5 Sternen bewertet wird, was ich absolut nachvollziehen kann — Sequenzen heraus, die für „Ankommen bei sich selbst“ stehen. Ich schreibe sie langsam auf. Eine Zahl nach der anderen. Das bewusste Lösen der Schultern, wenn die Zahl für den Montagabend im Kopf Form annimmt und das Herzrasen ausbleibt, ist ein kleiner Sieg über die alten Muster. Ich habe dazu auch schon einmal über die emotionale Entlastung im Sonntagsjournal geschrieben.

Es gab Wochen, da hat das gar nichts bewirkt. Ich erinnere mich an einen regnerischen Sonntag im letzten November. Ich saß hier, schrieb die Zahlen auf, aber der Kloß im Hals blieb. Die Zahlen sind kein Zauberstab. Sie sind eine Einladung zur Achtsamkeit. Wenn mein Kopf zu voll ist mit Sorgen um eine ehemalige Kollegin oder die Donau draußen so grau aussieht, dass sie mir aufs Gemüt schlägt, dann hilft manchmal nur ein langer Spaziergang zur Steinernen Brücke und ein ehrliches Gespräch mit mir selbst.

Ein sanfter Start in die neue Woche

Ich bin keine Heilerin, ich bin nur eine Lehrerin, die endlich wieder ohne Angst vor dem Montagmorgen atmen möchte. Die Arbeit mit dem Zahlen-Code hat mir geholfen, den Sonntagsblues zu überwinden, wie ich es auch in meinem Text über den Sonntagsblues in der Altersteilzeit beschrieben habe. Es ist ein Werkzeug unter vielen, aber eines, das keine komplizierte Ausbildung erfordert.

Wenn du selbst merkst, dass die Abende schwer werden, probiere es vielleicht einmal ganz einfach aus. Ohne Druck. Setz dich an deinen Küchentisch, koch dir einen Tee und schau, was passiert, wenn du einer Zahl deine Aufmerksamkeit schenkst. Es muss nicht perfekt sein. Mein Leinen-Heft hat auch Kaffeeflecken und Eselsohren. Aber es gehört mir. Und der Montag verliert Stück für Stück seinen Schrecken, wenn man ihm mit einer klaren Zahl im Rücken begegnet.

Morgen ist Dienstag, mein erster Unterrichtstag in dieser Woche. Ich werde in die Clermont-Ferrand-Schule gehen, meine zwölf Stunden halten und danach wieder hierher zurückkehren, in die Stille der Ostengasse. Der Brunnen wird immer noch plätschern, und die Zahlen in meinem Heft werden da sein, um mich an den nächsten Sonntag zu erinnern. Ein Schritt nach dem anderen. Eine Zahl nach der anderen.

Wichtig: Hier auf der Seite teile ich, was ich selbst durchgemacht habe -- kein medizinischer, finanzieller oder rechtlicher Ratschlag. Was bei mir funktioniert hat, muss bei dir nicht funktionieren. Sprich mit deinem Arzt, Steuerberater oder Anwalt, bevor du Entscheidungen triffst, die wirklich zählen.

Verwandte Artikel